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Negativ, sarkastisch, hoffnungsvoll. Geschichten von mir, meinen Reisen und meinem Weg in die Selbstständigkeit

Dinge, die man echt nicht braucht…

…und Dinge bezeichnet hier keine physischen Sachen und das wird auch kein Beitrag über Minimalismus…sondern Dinge meint hier, Dinge die einem mal eben so passieren und die man einfach echt nicht braucht. Nicht auf Reisen, nicht als ortsunabhängiger Online-Unternehmer und nicht als Frau.
Da lebt man so schön vor sich hin. Im sonnigen Andalusien. Fühlt sich wohl, ist total produktiv und alles könnte so schön sein.
Und dann das.

1. Die gesperrte Kreditkarte
Da möchte man mal eben schnell bei iTunes eine neue Software für das eigene Business kaufen und bekommt auf einmal, so ganz aus heiterem Himmel quasi, die Meldung angezeigt, dass die Zahlungsmethode abgelehnt wurde. Mehrmalige Neueingabe der Daten ändert nichts an diesem Status und es dämmert einem schon übel…oh oh, da scheint wohl was mit meiner Kreditkarte nicht zu stimmen :-/
Ein Anruf bei der Bank im fernen Deutschland und ein weiterer Anruf bei der Firma, die für die Kreditkarten zuständig ist bestätigen die schlimmsten Vermutungen: die Kreditkarte wurde gesperrt.
In dem Fall muss man ja sogar sagen “Zum Glück”! Denn in der Tat gab es einen merkwürdigen Abbuchungsversuch. Ich bin also eigentlich ganz happy mit der big brother mäßigen Überwachung aller meiner Internetbewegungen durch die Bank…oder wen auch immer. Aber der Nachteil daran ist, dass solch eine Sperrung leider eine neue Kreditkarte mit sich bringt.
Und man ahnt es schon…diese wird in Deutschland ausgestellt. Ich bin in Spanien. Ohne Kreditkarte. Und was das heißt, können sich die meisten sicher vorstellen: kein Zugang zu Bargeld, kein Online-Shopping (es sei denn Paypal oder Überweisung wird akzeptiert), keine Mietwagenbuchung usw.
Naja, hoffen wir das Beste und schicken täglich ein Gebet gen Himmel, dass die spanische Post zuverlässig ist und irgendwann zeitnah hier mit meiner Kreditkarte aufschlägt…*Daumendrück*

2. Die verhunzte Frisur
Ich war schon öfters mal im Ausland beim Friseur. Auch in Ländern wie China oder Thailand, wo weder der Friseur Englisch sprach noch ich Chinesisch oder Thai. Aber es hat immer gut funktioniert mit Händen und Füße zu zeigen, wie man es denn gerne hätte.
Nicht so in Spanien.
Da geht man hochmotiviert (auch noch an seinem Geburtstag!) zum Friseur. Es wird auch echt mal wieder Zeit. Und da unten zippeln die Haare ja auch schon etwas ausgefranst rum. Und so kompliziert ist die eigene Frisur ja auch nicht.
Die Friseurin (der englischen Sprache nicht mal im Ansatz mächtig) fragt mich, wie ich es gern hätte. “Como?” Soviel Spanisch verstehe ich grad noch. Und zeige schön, und wie ich finde auch sehr deutlich, dass ich gerne die Haare da unten im Nacken ab hätte und den Rest KINNLANG als schöner runder Bob. Die Dame nickt wiederholt meine Gesten und zeigt ziemlich deutlich einen kinnlangen Bob mit nach vorne zulaufend länger werdenden Haaren. Perfekt dachte ich mir, wir verstehen uns. Und als ich sagte “Bob” gab’s das große verständnisvolle Nicken und ein “Si si, Bob”.
Nun ja. Schön gedacht. Das Ergebnis der Kommunikation mit der spanischen Friseurin waren leider kurze Haare :-/
Ok, es ist von der Form her schon so grob ein Bob…aber ich habe jetzt einen Pony!!! Und die Haare sind vorne irgendwie kürzer wie hinten. Vokuhila!!!

3. Die kaputte Festplatte
Wenn man nur mit dem Computer arbeitet, ist dieser das wichtigste Arbeitsmittel überhaupt. Ohne diesen kann man schließlich kein Ged verdienen. Deswegen ist auch die Datensicherung so wichtig. Regelmäßige Backups können das überleben sichern. Das Überleben des Business und damit sozusagen ja auch das eigene.
Die Mac-Nutzer unter euch wissen, dass Apple uns hier ein schönes Hilfsmittel zur Hand gibt: die Time Machine. Ein regelmäßig laufendes BackUp auf einen externen Datenspeicher aus diesem man im Notfall den Mac wieder komplett herstellen kann. Sogar wenn man sich einen ganz neuen kaufen muss. Tolle Sache.
Ich hab, oder jetzt hatte, da auch so eine schöne Festplate von Intenso. Zwei Partitionen drauf: eine für sonstige Daten und eine deutlich größere für das Time Machine BackUp.
So weit, so gut. Jeden Tag lief einmal schön das Backup durch und ich war zufrieden mit der Welt. Und dann das.
Letztes BackUp am 21. September. Mh…das ist doch schon 3 Tage her?!? Und man ahnt es schon…aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen, so mir nichts dir nichts, wird die Time Machine Partition der Festplatte nicht mehr erkannt. Nicht dass die Festplatte komplett am A**** wäre…nein. Nur das Time Machine Backup. Die kleine Partition mit Musik und ein paar anderen Daten ist noch voll da und wird voll erkannt. Schlau wie ich bin, rette ich diesen Teil erstmal in die Cloud. Sehr gute Entscheidung, denn ein paar Versuch die Festplatte wieder komplett zu aktivieren später, schmiert sie dann auch endgültig ab.
Und ich bin grad nicht in Madrid oder Barcelona. Sondern in Tarifa. Der nächste Mediamarkt ist in Cadiz oder andere Elektroshops in Algeciras. Alles mehr als ne halbe Stunde Autofahrt entfernt. Und natürlich hab ich hier auch kein Auto…wollte ja in Sevilla nen Mietwagen nehmen…aber ohne Kreditkarte?!? 😉
Nunja, wie ich seit heute weiß, liefert Amazon auch ins Ausland. Zwar mit höheren Liefergebühren und längeren Lieferzeiten. Aber gut. Immerhin. Und wieder setze ich großes Vertrauen in die spanische Post. In der Hoffnung eine neue Festplatte zu haben bevor ich weiter nach Marokko fahre…oder zumindest bevor ich danach dann nach Singapur abdüse.

Also nun, ich will nicht jammern. Schlimmer geht immer…ich könnte ja auch schon auf einer thailändischen Insel sitzen und dann wäre das mit der postalischen Zustellung einer neuen Kreditkarte sicher ein viel größeres Abenteuer…und dort eine neue Festplatte zu bekommen ist sicher auch nicht viel einfacher. Und die Frisur, naja, erstens wachsen die Haare ja wieder nach und zweitens hab ich mich so langsam auch schon an meinen neuen Look gewöhnt. Und ehrlich gesagt find ich ihn inzwischen auch gar nicht mehr so schlecht 😉

Jenny • 24. September 2015


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