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Negativ, sarkastisch, hoffnungsvoll. Geschichten von mir, meinen Reisen und meinem Weg in die Selbstständigkeit

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Koh Lanta – Vielleicht eine Liebe auf den zweiten Blick

Nun bin ich schon seit 3 1/2 Wochen hier und habe noch gar nicht von Koh Lanta berichtet.
Warum eigentlich nicht? Ich weiß auch nicht so genau warum, aber irgendwie war ich nicht so in der Muße, hatte keine Zeit, wußte auch gar nicht über was ich berichten soll und war bisher auch noch nicht so 100% von Koh Lanta begeistert.
Nicht das Koh Lanta nicht schön wäre…und das ich Thailand liebe ist ja auch bekannt…es war wohl eher so ein “Es liegt nicht an dir, sondern an mir”-Ding zwischen Koh Lanta und mir. Wie einer meiner Coworker es neulich so schön gesagt hat: man reist ja immer mit 3 Gepäckstücken: eins für das ganze technische Equipment, eins für die Klamotten und eins mit dem ganzen emotionalen Kram, den man so mit sich rumschleppt. Und ja, wahrscheinlich spielt das schonmal eine nicht zu unterschätzende Rolle. Man kann halt nicht vor sich selbst weglaufen. Aber dazu wurde ja auch schon genug von unterschiedlichsten Weltreisenden, Selbstoptimierern, digitalen Nomaden und Möchtegern-Gurus auf den unterschiedlichsten Blogs berichtet…daher spare ich mir jetzt weitere weise Worte dazu. Wissen wir ja sowieso eh alle, dass das so ist.
Aber vielleicht lag es auch daran, dass alles so schnell gegangen ist in den letzten Wochen und ich mich hier in Koh Lanta direkt in die Arbeit im KoHub reingestürzt habe, anstatt erstmal zu versuchen anzukommen und erstmal zu verdauen, was alles so passiert ist und erstmal ein paar Tage auszuruhen. Vielleicht hätte ich einfach erstmal ne Woche Urlaub machen sollen. Mein letzter Urlaub ist immerhin schon über ein Jahr her :-/
Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass ich hier so ne merkwürdige Hybrid-Rolle habe…da ich einerseits ja im KoHub arbeite (an meinem eigenen Business) als auch für den KoHub (als Volunteer). Das heißt ich gehör nirgends irgendwie so richtig dazu. Ich bleibe vermutlich bis Ende Februar hier, bin also defintiv kein Tourist, aber auch kein Expat oder Local. Und das ist einfach alles irgendwie auch anders als damals in Khao Lak bei Sea Bees. Da war klar wo ich hin gehöre, da war klar wer meine Kollegen sind und da war klar dass ich die ganze Saison da bin und damit sozusagen zu den Locals gehöre. Und das ist dieses Mal irgendwie nicht der Fall. Irgendwie gehöre ich überall dazu, aber zu keiner Gruppe so richtig. Das macht “ankommen” ziemlich schwer.
Und dann noch der Stress und Druck den man sich selbst macht. Weil man bei weitem nicht soviel für sein Business tut wie man sollte…schlechtes Gewissen. Weil man nicht so schnell voran kommt, wie man dachte…finanzielle Sorgen. Und die immer wieder auftretende Grundsatzfrage: ist das was ich hier mache das richtige? Glaube ich genug an meine Idee? Will ich überhaupt wirklich Solopreneur sein oder vielleicht doch lieber Freelancer?
Naja…wie ihr seht hab ich viel nachgedacht und gegrübelt…ohne wirkliches Ergebnis. Ist wohl ne Mischung aus allem 😉 Aber wer mich kennt, der weiß auch, dass aufgeben nicht gerade meins ist und Anpassungsfähigkeit an geänderte Lebensumstände einer meiner Stärken ist. Und deshalb: Blick nach vorne, ändern was einem nicht passt und weitermachen! 🙂
Gestern bin ich erstmal umgezogen in einen kleinen süßen Bungalow, ab nächste Woche gibts dann geregeltere Arbeitszeiten mit eindeutigen Tagen für mich und für den KoHub und so langsam habe ich hier auch schon einige coole Leute kennen gelernt, fange an meine Lieblingsbars zu finden und habe vor allem Riesenspaß daran, Thai zu lernen…ist gar nicht so schwer! 🙂
Nun aber genug von mir und meinem Seelenstriptease hier und zurück zu dem was euch wirklich interessiert: Strände, tropische Wälder, fantastisches Thai-Food und dem Traum vom kleinen Glück vom Inselparadies.

Impressionen von Koh Lanta

Impressionen von Koh Lanta

Essen, Essen, Essen ;-)

Essen, Essen, Essen 😉

Koh Lanta gehört wohl mit zu den wenigen Inseln, die sich noch ihren ursprünglichen Charme erhalten haben und noch nicht völlig vom Tourismus versaut sind. Es gibt hier kaum große Hotelkomplexe, dafür eher noch den romantischen Bambus-Bungalow am Strand. Es gibt den perfekten Sandstrand und etwas felsigere Abschnitte und mein persönliches Highlight ist sowieso das Inselinnere bestehend aus tropischem Regenwald. Mit dem Roller durch den Wald und kleine Dörfer zu fahren…das entspannt mich unglaublich! Natur, warmer Wind im Haar (ok, jetzt wird’s kitschig), Sonne auf der Haut…hach, ihr wisst was ich meine 😉
Letzte Woche hatte ich sehr gute Freunde zu Besuch und das war die Gelegenheit endlich mal etwas von der Insel zu sehen und einige der touristischen Highlights in Angriff zu nehmen. Herausgekommen ist ein Trip nach Lanta Old Town

Trip nach Lanta Old Town

Trip nach Lanta Old Town

die Besichtigung des Ao Klong Jark Wasserfalls

Trip zum Ao Klong Jark Wasserfall

Trip zum Ao Klong Jark Wasserfall

und ein Besuch des Nationalparks.

Koh Lanta Nationalpark

Koh Lanta Nationalpark

Natürlich gab es auch Abends leckeres Essen und das ein oder andere Bierchen in der ein oder anderen Bar. Einschließlich eines ziemlich heftigen Halloween-Abends….ohje…ich sag nur Karaoke (…hier käme jetzt als Emoticon der Affe, der sich beide Augen zuhält)!
Mehr gibts dann eigentlich auch schon gar nicht zu berichten. Ist halt doch was anderes wenn man auf einer tropischen Insel lebt (oder es zumindest versucht) und nicht nur herumreist…da ist klassisches Reisebloggen irgendwie nicht so drin 😉
Aber ich wünschte ihr könntet mich sehen, zumindest die von euch, die noch nie in Asien waren…bin schon wieder so richtig ins Leben vor Ort eingetaucht und gebe bestimmt ein lustiges Bild ab, wenn ich mit dem Roller durch die Stadt (…hm, gut…durchs Städtchen) brause, hintendrauf Ashid (eine der Thai-Mädels hier vom KoHub) mit wehendem Kopftuch sitzen habe, auf dem Rückweg vom Shopping und wir vollbepackt sind mit Kissen und Eimern und Stühlen auf dem Roller gestapelt wie eine thailändische Großfamilie 😀
Und das ist das, warum ich das Leben in dieser Region hier so liebe…es geht gar nicht um den Strand, sondern eher um das lockere, unkomplizierte und unreglementierte Leben hier!

koh lantathailand

Jenny • 7. November 2015


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Comments

  1. Jonas 10. November 2015 - 13:47 Reply

    Toller Artikel, kann ich gut verstehen. Der pinke Roller ist ja der Knaller 😀

    • Jenny 11. November 2015 - 4:45 Reply

      Danke!
      Gell? Und das wo ich ja soooo der Pink-Typ bin 😉

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